15.10.20

Corona-Krise und Bibelgeschichten auf dem Spielplatz

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In der Corona-Zeit ist vieles anders... und es ergeben sich neue Chancen.

Jesus sagte: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Matthäus 19,14)

Warum kommen Kinder leichter ins Himmelreich, als wir Erwachsene? Weil sie besser zuhören. Sie glauben, was man ihnen erzählt. Kinder vertrauen darauf, dass das, was sie hören wirklich wahr und verlässig ist.

© Valentin Damm

Nachdem die Spielplätze lange Zeit geschlossen waren und nun wieder den Kindern zur Verfügung stehen, wollen wir die Gelegenheit nutzen, ihnen das Wort Gottes zu bringen. So hören die Kinder jeden Mittwoch bei schönem Wetter eine spannende biblische Geschichte.

Alles ist recht unkompliziert. Wir suchen einen geeigneten Platz, an dem die Kinder im Schatten sitzen und die Flanelltafel gut aufzustellen ist.

Das erste Bild verrät: Gleich geht die Geschichte los.

Wissen die Kinder heute noch, dass Gott die Erde in sechs Tagen erschaffen hat? Warum müssen wir alle sterben? Hätten wir es besser gemacht als Adam und Eva?

Bei Noah und der Sintflut erfahren die Kinder, dass Gottes Zorn in der Lage ist die ganze Menschheit auszurotten. Aber Gottes Gnade rettet auch in solch einer Katastrophe diejenigen, die ihm gehorchen.

Jakob und Esau sind sehr ungleiche Zwillingsbrüdern. Jakob, der Betrüger muss vor seinem Bruder Esau fliehen, der ihn töten möchte. Josef, der zweitjüngste Sohn Jakobs, erlebte schlimme Zeiten und gelangte schließlich an die zweithöchste Position Ägyptens.

Mose sollte nach dem Gebot des Pharaos, wie alle anderen neugeborenen hebräischen Jungen, in den Nil geworfen werden. Aber seine Mutter legte ihn in ein Körbchen und setzte dieses aufs Wasser. Das Leben des kleinen Moses war gerettet und als 80 - jähriger Mann führte er das Volk Israel aus Ägypten.

© Valentin Damm

Simson ist wohl der stärkste Mann der Welt. Diese außergewöhnliche biblische Person wollte ich den Kindern nicht vorenthalten.

Er „ergrifft beide Torflügel am Stadttor samt den beiden Pfosten, hob sie aus mit den Riegeln und legte sie auf seine Schultern und trug sie hinauf auf die Höhe des Berges vor Hebron.“ (Richter 16,3)

„Er umfasste die zwei Mittelsäulen auf denen das Haus ruhte...und stemmte sich gegen sie…Da fiel das Haus auf die Fürsten und alles Volk, das darin war.“ (Richt. 16,29+30)

Die Bibel ist voll spannender, überraschender Geschichten, in denen Gott aktiv ist. Menschen kamen in Not, wandten sich Gott zu und erlebten Führungen, die sie sich kaum vorstellen konnten.

Dieser Gott, der damals zu biblischen Zeiten am Wirken war, ist immer noch derselbe. Gerade deshalb sind die Geschichten der Bibel so wichtig für den Spielplatz. Zuerst klettern und schaukeln die Kinder, dann hören sie einer biblischen Geschichte zu und anschließend klettern und schaukeln sie weiter. Wenn sie nach der Geschichte einen geistlichen Gedanken im Herzen bewegen und zu Hause in dem Traktat oder der Bibel lesen, die sie sich mitnehmen durften, dann war der Aufenthalt auf dem Spielplatz an diesem Tag ein großer Gewinn für die Kinder.

Hätte man nicht schon früher biblische Geschichten erzählen können?
Ja, natürlich, aber es brauchte einen Anstoß: Corona!

Vielleicht gefällt uns vieles in dieser Corona-Zeit nicht. Aber vergessen wir nicht: DER HERR hat alles im Griff!! Halten wir die Augen offen und lesen wir im Wort Gottes, wie gewaltig unser Gott ist.

Susanne Vollmer