27.04.21

Der Waldumbau geht voran

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In Deutschland sind rund 11,4 Millionen Hektar bewaldet. Die häufigste Baumart ist aktuell die Fichte mit 26 Prozent Anteil und die Waldkiefer mit einem Anteil von 23 Prozent. Von Natur aus wären aber die deutschen Wälder eigentlich stark von Laubbäumen, besondere von der Rotbuche geprägt. Die heutige Baumarten-Zusammensetzung mit hohem Nadelbaumanteil spiegelt die Waldnutzung der vergangenen Jahrhunderte wider. Fichte und Kiefer kommen unter schwierigen ökologischen Bedingungen besser zurecht als frostempfindliche Baumarten wie Rotbuche und Weißtanne. Dazu versprechen sie hohe Holzerträge.

Geschädigte Fichtenbestände

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Geschädigte Fichtenbestände

Es zeigte sich aber bald, dass die großflächigen und gleichaltrigen Nadelbaum-Reinbestände auch größere Probleme bereiten, wie zum Beispiel Massenvermehrungen von Borkenkäfern und anderen Insekten, Bodenversauerung und eine erhöhte Gefahr von Waldbränden und Windwürfen. Spätestens seit dem Beginn des Waldsterbens Anfang der 1980er Jahre und den großen Windwurfschäden durch den Orkan Vivian und den Orkan Wiebke im Jahr 1990 erfolgte ein Umdenken. Die Waldbesitzer bauen die reinen Nadelbaumbestände Zug um Zug in artenreiche und stabilere Mischwälder um. Auch angesichts der globalen Erwärmung gewinnt diese Vorsorge weiter an Bedeutung, weil Fichte und Kiefer bei höheren und längeren Trockenperioden schadanfälliger werden. Das hat sich in den beiden letzten Jahren regional schon sehr stark gezeigt.

 

 

Rotbuche Jungpflanze

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Rotbuche Jungpflanze

Ende März wurden im Stiftungswald in Wernesgrün auf 1,9 Hektar

  • 5.500 Rotbuchen
  • 1.750 Bergahorn
  •    650 Douglasien
  •    500 Weißtannen und
  •      50 Bergulmen

gepflanzt. Für die Douglasien wurde der Wildschutz-Zaun außerdem um 200 Meter verlängert.
Die Flächenvorbereitung, Pflanzung und Montage des Zauns nahm FORESTRIS AG aus Tirpersdorf vor.

Der Förderantrag beim Staatsbetrieb Sachsenforst ist eingereicht. Die erwartete Zuwendung nach der Richtlinie "Wald- und Forstwirtschaft 2020 im Rahmen der GAK-Bundesförderung" steht allerdings noch aus.