13.04.20

Die etwas andere Pflanzwoche

© Männel-Wolf Stiftung

Die besonderen Zeiten im Frühjahr 2020 haben auch die Planungen für die diesjährige Pflanzwoche zunichte gemacht. Keine gemeinsame Reise der Forstbeiräte nach Wernesgrün, kein Treffen mit den Schülern der Grundschule Steinberg und auch kein Pflanzen von jungen Bäumen. Weil das Leben aber trotz Corona im Stiftungsforst weiter geht, haben sich Forstbeirat Friedemann Dreher und seine Frau Birgit auf den Weg gemacht, um zu sehen, wie sich der Wald entwickelt hat und welche Schäden im Winter entstanden sind.

Tatsächlich sind zwei größere Schadens-Ereignisse zu beklagen. Zum einen gab es den Borkenkäfer-Befall im Spätsommer 2019. Damals mussten ca 700 fm Schadholz geborgen werden. Das Orkantief "Sabine" hat im Februar 2020 dann noch einmal ca 100 fm Schadholz verursacht. Trotzdem sind die Schäden - nach Einschätzung unseres langjährigen Beraters, Dipl-Ing. Christoph Knoche - im Verhältnis zur Größe des Stiftungsforsts überschaubar. Dankbar sind wir, dass in diesen Situationen auch der Freistaat Sachsen die Waldeigentümer unterstützt und versucht, die Schäden durch Aufforstungsbeihilfen zu mindern.

Ein besonderes und von der örtlichen Bevölkerung viel beachtetes Schmuckstück ist die Obstbaum-Allee. Die Pflege der Bäume hat in diesem Jahr besonders viel Zeit in Anspruch genommen. Die Obstbäume wachsen kräftig und entwickeln sich prächtig. Sie sind auch das Bindeglied zur örtlichen Grundschule Steinberg. Die Schüler haben ja liebevoll einzelne Namensschilder angefertigt und wurden so zu Baumpaten. Jedes Jahr während der Pflanzwoche im Frühjahr - 2020 allerdings situationsbedingt abgesagt - besuchen die Schüler die Allee, um sich über das Gedeihen der Bäume zu informieren. Es ist geplant, das Treffen im Herbst oder spätestens im Frühjahr 2021 nachzuholen.

Ein weiteres Schmuckstück ist ja das "Marga-Wolf"-Forsthaus der Stiftung. Seit rund 15 Jahren ist es ein Rückzugsort und Ruheplatz für Missionare, christliche Familien und Kleingruppen. Die Gäste freuen sich über die Stille und die wohltuende Ausstrahlung des Hauses. Damit das so bleibt, wurde anstatt der "Pflanzwoche" viel Zeit in die Pflege und den Erhalt des Hauses investiert.

Nach vier arbeitsreichen Tagen ging es wieder an die Heimreise mit dem Wunsch im Herzen, das anvertraute Gut als wunderbare Schöpfung Gottes weiter pflegen und erhalten zu dürfen.