26.04.18

Arbeits- und Pflanzwoche im Vogtland

© H.D. Volz www.pixelio.de

Adé Winter in Wernesgrün. Endlich Sonne im Stiftungswald! Jetzt gibt es viel zu tun.

Nachdem der Frühling nun auch im Vogtland Einzug gehalten hat, konnten bei Sonnenschein und warmem Wetter die Forstbeiräte Gottfried Hipp und Friedemann Dreher mit Unterstützung von Gerhard Henne die erste Pflanzwoche im Jahr 2018 erfolgreich beenden.

Als die drei angekommen waren, mussten sie feststellen, dass der Stiftungsforst in diesem Winter unter den zwei Stürmen Herwart (Oktober 2017) und Friederike (Januar 2018) doch erheblich gelitten hat. Über 500 Festmeter Holz fielen an Sturmschäden an. All das muss noch im Laufe des Jahres 2018 aufgearbeitet werden. Da sind wir froh, dass wir mit der Forstbetriebsgemeinschaft Vogtland einen kompetenten Partner mit erfahrenen Fachleuten an unserer Seite haben.

Glücklicherweise gibt es aber auf der Habenseite auch vieles Positive zu berichten. Die Neuanpflanzungen der vergangenen Jahre gedeihen prächtig und der Zuwachs an neuem Holz ist enorm. So ist zu erwarten, dass in den kommenden Jahren die Verluste durch die Stürme mehr als ausgeglichen werden können.

Ebenfalls sehr erfreulich hat sich die Obstbaum-Allee, die im Jahr 2016 gepflanzt wurde, entwickelt. Durch die Obstbäume hat sich inzwischen auch eine schöne Verbindung mit der Grundschule in Steinberg entwickelt.

In diesem Jahr hatten wir Besuch von sechs Kindern mit ihren Betreuerinnen aus dieser Schule. Gerhard Henne hielt ihnen unter freiem Himmel eine sehr anschauliche "Unterrichtsstunde". Das Lied „Mein Gott ist so groß“ wurde mit den Kindern zusammen gelernt. Sie waren hoch motiviert und machten die dazugehörigen Bewegungen begeistert mit. Gerhard erzählte ihnen das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld und konnte ihnen so Gottes Gute Botschaft begreiflich machen.

Als "Hausaufgabe" bekamen sie Blumensamen geschenkt mit der Auflage, diese zum Blühen zu bringen und den Erfolg zu fotografieren. Im kommenden Jahr werden wir dann von den Kindern erfahren, was aus diesen Samen geworden ist. Der größte Segen wäre es freilich, wenn auch der Same des ausgestreuten Wortes Gottes in den Herzen der Kinder aufgehen könnte.

In diesem Jahr wurden etwas mehr als 200 Bäume gepflanzt. Besonders gespannt sind wir, wie sich die Esskastanie in der Höhenlage von Steinberg (650 - 700 m ü.M.) entwickelt.

Weil der Stiftungsforst mehr sein soll nur ein Holzlieferant, ist es uns wichtig, in die Artenvielfalt zu investieren und da und dort auch mal einen Versuch zu wagen. Am Beispiel der Obstbaum-Allee ist diese Idee aufgegangen und erfolgreich dokumentiert.

Nach vier intensiven Tagen mit Pflanzungen, vielfältigen Begegnungen mit den Menschen vor Ort und auch einigen praktischen Arbeiten im Forsthaus, sind die drei Arbeiter in "Gottes Weinberg" (oder sollte man hier besser sagen) in "Gottes Wald" wohlbehalten zu Hause angekommen.

 

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