26.05.20

Frostschäden im Stiftungswald

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Waldbeirat Friedemann Dreher berichtet aus Wernesgrün:
"In diesem Jahr waren die "Eisheiligen" im Vogtland besonders heftig. Es war geradezu eine Punktlandung, als am 11. Mai eine Kaltfront über Deutschland hereinbrach. Die Temperaturen gingen rasant nach unten, es gab Nachtfröste bis minus 10 Grad".

Empfindlichen Pflanzen, wie etwa jungen Ahornbäumen schadet diese Kälte enorm. Rostfarbig und welk hängen die Blätter dann an den Bäumen. Es scheint, als alles beschädigt und todkrank. Doch erstaunlicherweise erholen sich die Pflanzen erstaunlich schnell, so dass sie im Sommer wieder frisch belaubt dastehen werden.

Der Johannistrieb (auch Augustsaft) ist dafür verantwortlich. So wird der zweite Blattaustrieb innerhalb eines Jahres bei manchen Laubbäumen wie der Eiche, Rotbuche oder eben Ahorn genannt. Bedingt durch den Frostschaden treiben neue Blattknospen, die eigentlich für das nächste Frühjahr angelegt waren, schon wieder um das Datum des Johannistages, am 24. Juni aus. Dieser oft auch anders gefärbte, meist sehr kräftige Blatt- und Astwuchs ist auch zur Kompensation von Fraßschäden, z.B. durch Maikäfer, sehr wichtig und für die Forstwirtschaft von großer Bedeutung.

Lärchen, Douglasien und Eichen konnten die Minustemperaturen in diesem Jahr nichts anhaben.